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Kongress der Internationalen Fichte-Gesellschaft / 6-9 Octobre 2009

Brüsseler Kongress Texte

Siebter Kongress der Internationalen Fichte-Gesellschaft (2009).

In Kollaboration mit der Internationalen Schelling-Gesellschaft.

FICHTE / SCHELLING. DER IDEALISMUS IN DER DISKUSSION

Mit der Unterstützung von :
der Universität Toulouse le Mirail (EA ERRAPHIS) und der Ecole Normale Supérieure, Paris (CNRS-Archives Husserl) im Rahmen des Forschungsprogramms « Subjektivität und Entfremdung » der Agence Nationale de la Recherche (France), des Centre de Philosophie du Droit (CPDR) der Katholischen Universität Louvain-la-Neuve, der Deutsch-Französische Hochschule (DFH), der Groupe d’Etudes Fichtéennes de Langue Française, der Rete Italiana della Ricerca su Fichte, der Red Ibérica de Estudios Fichteanos oder Rede Ibérica de Estudos sobre Fichte, der North American Fichte Society, der Japanischen Fichte-Gesellschaft, der Russischen Fichte Gesellschaft, des Forschungsnetzwerks Transzendentalphilosophie / Deutscher Idealismus und des Konsortiums Erasmus Mundus EuroPhilosophie.

Datum : vom 6. bis zum 9. Oktober 2009

Ort : Académie Royale des sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Bruxelles.(Belgien). Die Académie ist in Brüssel in der rue Ducale 1 angesiedelt (Metro-Stationen « Parc » oder « Trône »).

ORGANISATION Retour à la table des matières

Organisator : J.-C. Goddard (Frankreich / Präsident der Internationalen Fichte-Gesellschaft). Organisationsassistenten : Marco Rampazzo Bazzan und Mildred Galland-Szymkowiak

Sekretariat in Brussel : Ewa Stasiak

Organisationsgremium : C. Asmuth (Deutschland), M. Bazzan (Italien), M. Galland (Frankreich), J.-C. Goddard (Frankreich), L. Hühn (Deutschland / Präsidentin der Internationalen Schelling-Gesellschaft), M. Ivaldo (Italien), M. Maesschalck (Belgien), T. Pedro (Portugal), A. Schnell (Frankreich), S. Schwenzfeuer (Deutschland), J. Stolzenberg (Deutschland), H. Traub (Deutschland), V. Waibel (Österreich).

Wissenschaftlicher Beirat : V. Abaschnik (Ukraine), D. Breazeale (USA), M.J de Carvalho (Portugal), J.-F. Courtine (Frankreich), P. Dews (Groß-Britannien), Lukjanow (Russland), H. Girndt (Deutschland), Y. Irie (Japan), J. Jantzen (Deutschland), J. Kloc-Konkolowicz (Polen), V. Murskij (Russland), C. De Pascale (Italien), G. Rametta (Italien), J. Rivera de Rosales (Spanien), Jean-Marie Vaysse (Frankreich), Günter Zöller (Deutschland).


- Der Kongress der Internationalen Fichte-Gesellschaft 2009 findet vom 6. bis zum 9. Oktober unter der Ägide der Universität Toulouse Le Mirail und der Katholischen Universität Louvain-la-Neuve an der „Académie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux Arts“ in Brüssel statt. Er ist dem Austausch zwischen Fichte und Schelling, den diese sowohl vor als auch nach dem Abbruch ihres brieflichen Kontakts 1802 in ihren Werken explizit oder implizit gepflegt haben, gewidmet und wird in enger Zusammenarbeit mit der Internationalen Schelling-Gesellschaft ausgerichtet.

- Die Organisatoren des Kongresses sind der Überzeugung, dass die Fichte- und auch die Schelling-Forschung die beengte Sichtweise der Konfrontation und des Disputs, die die Deutsche-Idealismus-Forschung lange Zeit beherrscht haben, aufgegeben werden muss und sich somit nicht auf die gewiss existierende Polemik zwischen den beiden Denkern beschränken darf. In dieser Hinsicht möchte der Brüsseler Kongress den in dem bedeutenden Band 25 der Fichte-Studien über den Briefwechsel Schelling/Fichte durch Kenner des Werks Fichtes und Schellings zu einem ersten Ausdruck gebrachten Forschungsansatz fortführen.

- Der Kongress zielt dabei nicht bloß darauf ab, aufzuzeigen, wie die Auseinandersetzung beider Denker dazu beigetragen hat, ihre jeweilige Philosophie auf eine je eigene Weise dem entsprechenden Diskussionsstand anzupassen, sondern auch darauf, herauszuarbeiten, wie dieser Konkurrenzkampf paradoxerweise zum Ausgangspunkt einer gewissen gegenseitigen Verschränkung, einer Übereinstimmung in der Herangehensweise und vielleicht sogar ihrer eigensten philosophischen Entdeckungen hat werden können. Der Kongress wird den Divergenzen und Unterschieden, den Missverständnissen und verpassten Gelegenheiten zwischen beiden Autoren nachgehen, er wird aber auch die Art und Weise untersuchen, wie in gewisser Weise ein gemeinschaftliches Werk aus dieser Auseinandersetzung hervorgegangen ist – nämlich als eine Neugründung des Idealismus und als eine tiefgehende Transformation der Transzendentalphilosophie und ihres Bezugs zur Idee einer Metaphysik. Der Gegensatz der Philosophien Fichtes und Schellings ist wohlbekannt, aber nur das Ernstnehmen der von beiden geteilten Grundproblematik, die große Nähe der von ihnen gelieferten Antworten und die bestehenden strukturellen Analogien vermögen ihn in seiner Notwendigkeit und Radikalität herauszuarbeiten – um so die karikierte Gegenüberstellung einer Metaphysik der Subjektivität und einer Metaphysik der Natur oder des Absoluten zu vermeiden, wodurch man sich gemeinhin der Anstrengung entledigt, den in allen Phasen ihrer denkerischen Entwicklung gemeinsam begangenen Weg der Differenzierung eigens zu beschreiten.

- Diese Möglichkeit, die Auseinandersetzung zwischen Fichte und Schelling von Grund auf neu auszulegen, wird insbesondere durch die bemerkenswerte Entwicklung, die in den vergangenen zehn Jahren die internationale Fichte-Forschung des fichteschen Werks nach 1800 genommen hat, gegeben. Die hierdurch erworbenen Erkenntnisse gestatten es, die Übereinstimmung beider Werke über den Briefwechsel hinaus hervorzuheben und umgekehrt dessen Sinn und Tragweite aufzuhellen. So ist z. Bsp. sehr bemerkenswert, dass sich beide Denker nach 1802 über die Berechtigung streiten, gewisse Grundbegriffe zu gebrauchen, die nichts weniger als die Identität ihrer jeweiligen Lehre betrifft – dies ist etwa mit dem Begriff der Philosophie als Wissenschaft des Göttlichen, als Lehre des Daseins des Absoluten, des Begriffs der doppelten Disjunktion des Einen, des Begriffs des Bildes und seines konstitutiven Selbstbewusstseins, des Begriffs des Reflexes, des Bandes, der Liebe usw. der Fall. Der Kongress beabsichtigt dabei, die verschiedenen, von Fichte und Schelling in einem gemeinsamen begrifflichen Feld (das nicht nur das der kantischen Transzendentalphilosophie, sondern auch das des Spinozismus ist) aufgewiesenen und vertieften Möglichkeiten zu erforschen.


- Ein Organisationsgremium, das insbesondere aus Mitgliedern des Vorstands und des wissenschaftlichen Beirats der Internationalen Fichte-Gesellschaft, der Präsidentin der Internationalen Schelling-Gesellschaft und Mitgliedern der Französisch-Belgischen Gruppe der französischsprachigen Fichte-Studien wie auch aus einem eigens geschaffenen internationalen Scientific Board besteht, wurde ins Leben gerufen und arbeitet seit sechs Monaten daran, die endgültige Form des Kongresses festzulegen.

- Um so weit wie möglich die Begegnung der verschiedenen versammelten Gesellschaften und Forschungsnetzwerken zu begünstigen und der Diskussion zwischen den Forschern den Vorrang zu geben, wurde beschlossen, den Kongress in „Ateliers (Workshops)“ einzuteilen. Für alle bedeutenden Themen, über die Fichte und Schelling sich annähern und auch entzweien – die Definition der Philosophie, die Religion, die Staatsphilosophie, die Ästhetik usw. – sind dabei zwei Arten von Ateliers vorgesehen : 1) Ateliers, die beide Denker in Bezug auf eine präzise Themenfrage in Beziehung setzen ; 2) Ateliers, die der Textanalyse gewidmet sind – wobei der gegenseitige Bezug und Einfluss im Vordergrund zu stehen hat.

- Jeder Teilnehmer muss sich bis zum 15. Mai 2009 per e.mail (Adresse : ) in einem der Ateliers des Kongresses einschreiben und den Titel seines Beitrags angeben (die Einschreibeformulare finden Sie hier : Word RTF | PDF). Bis spätestens dem 31. Juli 2009 muss er dem Sekretariat des Kongresses seinen Text (maximal 20 000 Zeichen, Leerzeichen inklusive), der sich auf eines der Schwerpunkte oder auf eine Konfrontation der Texte (wobei jeweils ein Text Fichtes einem Text Schellings gegenübergestellt werden muss), die den Ateliers zugeteilt werden, beziehen muss, per e.mail zuschicken (Adresse : ).

- Alle Texte eines Ateliers werden dann allen Teilnehmern, die in demselben Atelier eingeschrieben sind, per e-mail zugeschickt. Die Moderatoren der jeweiligen Sektionen werden schließlich eine kritische Synthese aller betreffenden Texte verfassen und diese im jeweiligen Atelier zur Diskussion stellen.

- Für jedes Atelier ist ein Vor- oder ein Nachmittag vorgesehen. Es besteht jeweils aus zwei Teilen : Im ersten Teil halten die Teilnehmer, die vor dem 30. Juni einen Text einzureichen haben, einen (maximal) zwanzigminütigen Vortrag, in dem sie die wesentlichen Punkte ihres Artikels noch einmal zusammenfassen. Der zweite Teil besteht aus einer 90minütigen Diskussion, die sich auf die eingereichten Artikel und die gehaltenen Vorträge bezieht.

- Sprachen der schriftl. Beiträge : Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
- Sprachen der mündl. Beiträge : Deutsch, Englisch, Französisch

- Kontaktperson (deutsche Sprache) :
- Kontaktperson (deutsche Sprache, französische Sprache und portugiesische Sprache) :
- Kontaktperson (deutsche Sprache, italienische Sprache und spanische Sprache) :

ENDGULTIGE PROGRAMM Retour à la table des matières

DOWNLOAD :

PDF - 361.5 ko
PROGRAMM 02/10

GOOGLE GROUP "FICHTE KONGRESS" Retour à la table des matières

Eine „Google Group“, die „Fichte-Kongress-Googlegroup“, wurde eingerichtet, um allen Teilnehmenden die PDF-Dateien der Vortragenden zugänglich zu machen. Alle Teilnehmer (sowohl die Vortragenden als auch die Moderatoren) wurden dazu eingeladen, Mitglied der Gruppe zu werden.

Sollten sie keine entsprechende Nachricht erhalten haben oder sollte Ihr Einloggen fehlgeschlagen haben, bitten wir Sie, sich diesbezüglich schnellstmöglich an Marco Rampazzo Bazzan zu wenden.

Damit der Kongress bestmöglich vorbereitet werden kann, müssen bitte die Kontaktadressen aller Teilnehmer mithilfe dieser „Google Group“ zugänglich sein.

Wir bitten Sie darüber hinaus, Ihr „Profil“ auf der Google-Group-Seite zu erstellen (mit Foto, Namen, Ort/Universität, berufl. Angaben, Adresse usw.) : Diese Angaben werden dann auch für den Kongress selbst in einer Adressen-Liste abgedruckt.

KOSTENÜBERNAHME Retour à la table des matières

Der Kongress übernimmt und reserviert für die Kollegen, die einen Plenarvortrag halten werden, für die Moderatoren und für die Mitglieder des Organisationskomitées sowie des „Scientific Boards“ die Übernachtungskosten im Hotel Ibis Gare du Midi (für drei Nächte). Für die Fahrtkosten ist eine Erstattung bis höchstens 100 Euro gewährleistet.

Diejenigen, die in einem der Workshops einen Vortrag halten werden (mit Ausnahme derjenigen, deren Kosten von ihrem eigenen Institut getragen werden), erhalten nach dem Kongress eine Kostenerstattung (zwischen 250 und 300 Euro) für die Reise und/oder Unterkunft.

REIMBURSEMENT :

RTF - 637.4 ko
reimbursement UE
RTF - 19.9 ko
REIMBURSEMENT NON UE

Send back : EuroPhilosophie / ERRAPHIS (bureau R144) Université de Toulouse le Mirail 5 allées Machado F- 31058 Toulouse CEDEX 9

BÜRO DES KONGRESSES Retour à la table des matières

Das Büro des Kongresses (Empfang, Ausgabe der Unterlagen für die Kostenerstattung usw.) befindet sich in der Académie Royale, salle Bordet (Öffnungszeiten : 6. Oktober (10h-13h00), 7. Oktober (13h00-14h30 und 18h30-20h00) und 8. Oktober (13h00-14h00).

UNTERKUNFT Retour à la table des matières

Jugendherberge in Brüssel (von 16,40€ bis 34,00€) :

- Jacques Brel : 30, rue de la Sablonnières / tel : +32 (0)2 218 01 87 / +32 (0)2 217 20 05 / /website.

- Génération Europe : 4, rue de l’Eléphant / tel : +32 (0)2 410 38 58 / +32 (0)2 410 39 05 / / website.

Hôtels in Brüssel :

- Preiswertere Zimmer (ab 50 Euro) sind auf folgender Seite zu finden : http://www.brussels-hotels.com/.

- Ein Hotelzimmer kann für 83 Euro im Hotel Ibis Gare du Midi reserviert werden. Dafür muss das dafür vorgesehene Formular benutzt werden (bitte per mail - vor den 1.09.2009 - an diese adresse senden : ) :

RTF - 338.4 ko

TAGESORDNUNG DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG VOM 8. OKTOBER 2009 Retour à la table des matières

Liebe Mitglieder der Internationalen JG Fichte-Gesellschaft,

Hiermit lädt Sie der Vorstand zur nächsten Mitgliederversammlung der Gesellschaft, die am 8. Oktober 2009 um 20 Uhr in der Académie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts Belgiens in Brüssel ("salle du Trône") stattfinden wird, ein. Um 19 Uhr wird vorher ein Lunch gereicht (und zwar im "Innenhof" der Académie Royale).

Während der Mitgliederversammlung wird der Vorstand eine Satzungsänderung vorschlagen (den Punkt 1 des Artikels 1 des § 5 der Satzung betreffend). Diese wichtige Änderung zielt darauf ab, die internationale Fichte-Forschung innerhalb des Vorstands der Gesellschaft stärker zu repräsentieren.

Über folgende Änderung soll abgestimmt werden :

Der gegenwärtige Wortlaut des 1. Punkts des 1. Artikels des § 5 der Satzung ("1. Der Gesamtvorstand setzt sich zusammen aus dem Präsidenten der Gesellschaft, einem Stellvertreter und zwei weiteren Mitgliedern, von denen eines nicht aus der BRD kommen sollte.") wird gestrichen und durch folgenden Text ersetzt :

"1. Der Gesamtvorstand setzt sich zusammen aus dem Präsidenten der Gesellschaft, zwei Stellvertretern und zwei weiteren Mitgliedern. Der Gesamtvorstand vertritt die Internationalität der Fichte- Forschung. Der Gesamtvorstand soll mindestens zwei Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum (davon mindestens ein Mitglied aus der BRD) und die übrigen Mitglieder möglichst aus verschiedenen weiteren Ländern umfassen."

Hier die Tagesordnung der Versammlung vom 8. Oktober 2009 :

- 1. Genehmigung des Protokoll der Mitgliederversammlung von Halle (2006)
- 2. Jahresbericht aller Aktivitäten der Gesellschaft (2006-2009)
- 3. Rechnungsabschluss und Entlastung des Vorstands (2006-2009)
- 4. Erörterung der vorgeschlagenen Satzungsänderung (und Abstimmung)
- 5. Wahl des Präsidiums und der Vorstandsmitglieder für 2009-2012
- 6. Festsetzung des Mitgliedbeitrags für 2009-2012
- 7. Beschlussfassung über Anträge des wiss. Beirats oder von Mitgliedern der Gesellschaft

In freudiger Erwartung, Sie in Brüssel begrüssen zu dürfen,

Mit freundlichen Grüssen,

Im Namen des Vorstands der Internationalen JG Fichte-Gesellschaft,

Jean-Christophe Goddard, Präsident der Gesellschaft.

RICHTLINIEN ZUR VERFASSUNG DER BEITRÄGE Retour à la table des matières

Die Kongressakten werden auf zwei Arten veröffentlicht :
- Die Beiträge werden in der Reihe Fichte-Online Europhilosophie Editions online publiziert. Letzter Eingabetermin für die Beiträge ist der 28.02.2010.
- Die Beiträge werden ebenfalls in den Fichte-Studien publiziert. Abgabefrist ist der 30.05.2010. Ihr Beitrag soll nicht länger als ca. 20.000 Zeichen sein (ohne Leerzeichen, aber einschließlich Fussnoten)/.

Der wissenschaftliche Beirat behält sich in beiden Fällen die Entscheidung über die Veröffentlichung der Beiträge vor. In der Regel besteht der wissenschaftliche Beirat aus den Veranstaltern und Moderatoren der jeweiligen Workshops (Ateliers)

Adresse : (cc )

PDF - 201.9 ko
Richtlinien zur Verfassung
   

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